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Was ist der Kalte Krieg? – Definition & kurze Zusammenfassung

Der Kalte Krieg kommt immer wieder zur Sprache, wenn man von den USA und Russland spricht oder auch von China und Russland. Doch was hat es mit dem Kalten Krieg auf sich?

Der Begriff

Der Kalte Krieg war kalt, weil er nicht zu einem heißen Krieg wurde, was so viel heißt, dass niemals direkt die beiden Staaten gegeneinander gekämpft haben. Niemals die USA und Sowjetunion gegeneinander und auch niemals die Bündnisse (NATO und Warschauer Pakt) gegen einander. Damit ist der Krieg immer eine Drohung, in der Schwebe, aber niemals ausgebrochen.

Stellvertreterkriege

Aber der Kalte Krieg hatte immer auch Konsequenzen im Sinne eines Stellvertreterkrieges. Kleinere Staaten mit ähnlicher ideologischer Ausrichtung kämpften gegeneinander oder auch nur Gruppen einer solchen Ausrichtung gegen einander oder gegen bestimmte Staaten und die beiden Supermächte waren in den Fällen beteiligt, aber meistens indirekt, wenn auch mit Soldaten wie im Koreakrieg.

Folgende Konflikte können zum Beispiel als Stellvertreterkriege zwischen der Sowjetunion und den USA angesehen werden:

  • der Korea-Krieg
  • der Vietnam-Krieg
  • Bürgerkrieg in Angola
  • der Einmarsch der UdSSR in Afghanistan
  • usw.

Ursprünge

Der Kalte Krieg begann schon während des Zweiten Weltkrieges, als die ideologischen Gräben zwischen Sowjetunion und den USA immer deutlicher wurden und es klar war, dass, sobald Deutschland besiegt war, diese Klüfte immer weiter und weiter aufreißen würden und dass diese beiden Systeme komplett unvereinbar miteinander waren. Sozialistische und diktatorische Systeme gegen liberale und kapitalistische und marktwirtschaftliche Systeme gegen einander. Jeder von beiden wusste, dass die gegnerische Seite scheitern müsste und dass eine wirkliche Zusammenarbeit aufgrund der Unterschiede kaum möglich war und der Anspruch als Weltmacht auch ein Nebenher schwierig machte.

Viel Misstrauen

Die Jahrzehnte des Kalten Krieges waren geprägt von Misstrauen, Spionage, Angst, Wut und gegenseitigen Drohungen. Aber auch von Annäherung und gegenseitigem Respekt. So wurde die Mondlandung auch von der Sowjetunion gefeiert und begrüßt.

Aber es kam auch immer wieder zu verschiedenen beinahe-Vernichtungen, wie etwa während der Kubakrise, wo der Dritte Weltkrieg nur knapp verhindert werden konnte.

Was man heute damit meint

Heute kommt es verstärkt zu einer Polarisierung der Welt. Die Demokratien unter der Führung der USA und der EU auf der einen Seite, und vor allem Russland und China auf der anderen Seite, die vor allem für Autokratie und Antiliberalismus stehen. Also stehen sich wieder Systeme gegenüber, die unvereinbar sind, auch wenn sie sich einen Markt teilen und eng miteinander verwoben sind. Aber jetzt steht es auf der Kippe und immer mehr wird zu aggressiven Wörtern gegriffen, werden sogar Kriege geführt und man unterstützt Drittstaaten gegen einen Invasoren, der dem anderen Lager zugehörig ist.

Unterschiede zu damals

Aber eben aufgrund der hohen wirtschaftlichen Verflechtung muss es nicht soweit kommen, wie es damals war, denn in der Globalisierung ist es immer schwieriger, sich zu lösen und auf Märkte zu verzichten. China muss bei uns verkaufen, wir müssen in China verkaufen. Wirtschaft und Politik gehen da gegensätzliche Wege und letztlich müssen alle ihre Bevölkerung versorgen, zu Wohlstand verhelfen und Geschäfte machen, damit es läuft und damit Elend abgewendet und abgeschafft werden kann. Es ist also nicht ganz vergleichbar mit einer Zeit im 20. Jahrhundert. Und doch lässt sich nicht abstreiten, dass nicht jeder Politiker das langfristige Ziel im Auge hat, sondern vor allem auf starke Worte setzt.

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