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Warum hat der Tag 24 Stunden? – Aufklärung

Warum hat der Tag 24 Stunden

Manche Dinge sind so natürlich, dass man sie kaum hinterfragt. Sie sind einfach in unserem Alltag vorhanden und wir lieben es, wie es ist und meinen fast schon, es so zu brauchen. Trotzdem ist es gut, wenn man weiß, warum zum Beispiel ein Tag 24 Stunden hat.

Die Erdrotation

Die Erde dreht sich in 23 Stunden und 56 Minuten einmal um sich selbst. Innerhalb von Milliarden Jahren hat sich das immer weiter verkürzt und ist auf den heutigen Wert verlangsamt worden. Später mehr dazu. Die Erde dreht sich um ihre Achse, was uns den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang beschert und uns den Eindruck gibt, alles drehe sich um die Erde. Ein Irrtum, dem die Menschen seither aufsaßen.

Sonnenumrundung

Die Erde dreht sich aber nicht noch um sich selbst, sondern bewegt sich innerhalb eines Jahres um die Sonne. Zwei Bewegungen, die zusammen wirken und uns einen Eindruck vom Himmel geben und der Himmel ist wichtig für unsere Zeiteinteilung.

Sonne als Messer der Zeit

Der Tag richtet sich nach dem Stand der Sonne. Aber da sich die Erde sowohl um sich selbst dreht als auch um die Sonne, steht die Sonne jeden Tag immer etwas woanders und daher sind es immer vier Minuten mehr als es tatsächlich braucht, die Erde einmal um sich selbst drehen zu lassen.

Die Sonne ist seit der Menschwerdung ein Messer für die Zeit, für den Tag. Früher wurden nur die Lichtstunden gezählt und die Nacht noch mal abgesondert betrachtet. Manchmal teilt man den Tag immer noch in zweimal 12 Stunden ein, so in den USA. Aber die 24 Stunden haben sich mit der 60-Minuten-Stunde durchgesetzt und treffen das, was der Erdrotation am nächsten kommt. So ist im Mittag die Sonne auch immer im Zenit und unsere biologische Uhr kommt gut mit dieser Einteilung klar. Für uns fühlt es sich natürlich an, dass die Zeit so läuft und dass der Tag eben 24 Stunden hat.

Tage werden länger

Berechnungen zufolge war vor vielen Milliarden Jahren der Tag nur 6 Stunden lang. Das verlängerte sich immer weiter, auch durch den Einfluss des Mondes, der durch Gezeitenreibung Energie aus der Erdrotation herausnimmt. Ein sehr langsamer und unmerklicher Prozess, der viele Millionen Jahre gedauert hat, bis überhaupt etwas zu merken ist. Es wird die Menschheit also kaum betreffen und die Kalender werden so schnell auch nicht ungültig werden. Hier sind astronomische Prozesse am Werk und laufen auch in einem astronomischen Zeitrahmen ab.

Einheitliche Zeit recht neue Erfindung

Heute sind wir es gewohnt, dass die Zeit einheitlich ist. Dass es zwar Zeitzonen gibt, doch man hatte nicht von Stadt zu Stadt und Land zu Land unterschiedliche Methoden, Zeit zu messen und Stunden zu zählen. Doch noch vor wenigen Jahrhunderten (gemessen am Alter der Menschheit ein kurzer Zeitraum) war das ganz anders und schon bei Goethes Italienischen Reisen kann man lesen, wie er sich damit befassen musste, um zu wissen, wie viel Zeit nun vergeht und wie die Zeit dort gemessen wird. Man kann sich also glücklich schätzen, dass man in einer Zeit mit Uhren und klaren und einheitlichen Einteilungen lebt.

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