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Warum hat der Februar nur 28 Tage? – Aufklärung

Warum hat der Februar nur 28 Tage

Sicher haben Sie sich schon einmal gefragt, warum der Februar kürzer ist als alle anderen Monate. Es gibt eine simple Erklärung.
Heutzutage beginnt das Jahr mit dem Januar. Im römischen Kalender war das anders. Der Monat März war der erste eines jeden Jahres, das damals 355 Tage zählte. Der heute geltende, gregorianischen Kalender setzt sich im Gegensatz dazu aus 365 Tagen zusammen. In Schaltjahren verlängert es sich um einen weiteren, dem 29. Februar. Versuchen Sie, die 355 Tage durch die zwölf Monate zu dividieren, werden Sie feststellen, dass das nicht möglich ist. Daher hat ein Monat weniger als 30 Tage. Warum das der Februar ist? Auch hierauf gibt es eine plausible Antwort.

Was hinter den Monatsnamen steckt

Schauen Sie sich die Bezeichnungen der Monate genauer an, werden Sie feststellen, dass sie sich aus dem Lateinischen ableiten lassen. Der „Oktober“ trägt übersetzt den Titel des achten Monats des Jahres. November, von dem lateinischen Wort „novem“ abstammend, bedeutet so viel wie „der neunte Monat“. Genauso verhält es sich mit der Bezeichnung für den Dezember. Im heutigen gregorianischen Kalender ist der Dezember nicht der zehnte, sondern der zwölfte Monat im Jahr. Zu Zeiten der Römer war das anders. Das neue Kalenderjahr begann mit dem März. Wie bereits erwähnt, ist es nicht möglich, die Anzahl der Tage gleichmäßig auf 12 Monate aufzuteilen. Daher hatte man für den letzten Monat im Jahr, den Februar, nur noch 28 Tage übrig.

Der julianische Kalender

Mit Einführung des julianischen Kalenders durch Julius Augustus Cäsar um 45 v. Chr. mussten die Kalendertage umstrukturiert werden. Grund war die Verlängerung eines Jahres auf 365 Tage, wie wir es heute kennen. Die verkürzte Dauer des Februars übernahmen die Römer kurzerhand, genauso wie die Monatsnamen. Nur den Juli und den August haben sie zu Ehren des Kaisers umbenannt. Zuvor trugen sie die Namen Quintilis und Sextilis, als Bezeichnung für den fünften und sechsten Monat. Der julianische Kalender wies eine Besonderheit auf: Erstmals in der Geschichte wurde das Schaltjahr eingeführt.

Warum gibt es Schaltjahre?

Da sich viele Kalender nach der Sonne oder dem Mond richten, liegt die Dauer eines Jahres nicht exakt bei 365 Tagen. Stattdessen nimmt es rund 6 Stunden mehr in Anspruch. Mit Einsatz des Schaltjahres versuchte man im julianischen Kalender erstmals, diese Unstimmigkeit auszugleichen. Das erreichte man dadurch, dass jedes vierte Jahr einen Tag länger dauerte.

Der gregorianische Kalender

Im Jahr 1582 wurde der julianische Kalender vom gregorianischen abgelöst. Benannt wurde er nach dem Papst Gregor XIII. Der reformierte Kalender orientiert sich an der Sonne. Er zeichnet sich durch eine verbesserte Regelung der Schaltjahre aus. Umgerechnet dauert ein Jahr fortan 365,2425 Tage. Im julianischen Kalender wies es eine Länge von 365,25 Tagen auf. Ein Jahr dauert so lange, wie die Erde braucht, um die Sonne einmal zu umkreisen. Dieses Sonnenjahr dauert exakt 365,2424 Tage, was dem angepassten Kalender sehr nahe kommt. Den Unterschied versucht man heutzutage auszugleichen, indem nicht mehr genau jedes vierte Jahr ein Schaltjahr ist. Der verbesserte Kalender verzichtet innerhalb vier Jahrhunderte auf drei Schalttage, was eine zeitliche Differenz von wenigen Sekunden entspricht.

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