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Warum hat Hitler den Krieg angefangen? – Aufklärung

Warum hat Hitler den Krieg angefangen

Der Zweite Weltkrieg hat die Menschheit beschäftigt wie sonst kaum etwas in der Weltgeschichte. Wie konnte es dazu kommen? Warum hat Hitler diesen Krieg begonnen? War dieser Krieg tatsächlich unausweichlich?

Hitlers Persönlichkeit

Hitler war nie die herzlichste und wärmste und gütigste Persönlichkeit der Welt. Er hatte im Leben zu kämpfen und das tat noch sein übriges dazu, in seiner Kindheit und Jugend. Früh seine geliebte Mutter verloren, wurde er nicht zum Studium zugelassen und meldete sich 1914 zum Kriegseinsatz, in dem er bis zum Ende kämpfen sollte. Kameraden sterben zu sehen, die Vernichtung, den Kampf ums Überleben. Das hat ihn geprägt und sollte zum Teil seiner Persönlichkeit werden. Hart zu sich selbst, hart gegenüber anderen. Wer ein Kamerad war, konnte gut mit ihm auskommen, doch Feinde wurden bei Gelegenheit angegriffen und vernichtet.

Auch war Hitler immer eine extreme Spielernatur gewesen. Wie niemand sonst in der Geschichte führe er eine Politik des „Alles oder nichts“, von Anfang bis zum Ende, wo der Selbstmord stand.

Hitlers Ideologie

Der Nationalsozialismus war eine antidemokratische, radikal antisemitische, antikommunistische, antipluralistische, rassistische und totalitäre Ideologie. Hitler versuchte damit, das Soziale mit dem Nationalen zu verbinden und verband es mit einer ganzen Menge völkischer Ansichten. In dieser Ideologie fand auch der Sozialdarwinismus einen Platz. Übertragung von angeblichen Darwinschen Gesetzen auf die menschliche Gesellschaft und wer nicht kämpfen wollte, hatte unterzugehen und wer es nicht schaffte, hatte es automatisch nicht anders verdient.

Krieg als Zweck

Der Krieg an sich war für Hitler ein Kampf der „Weltanschauungen und Rassen“ und damit zwangsläufig ein Teil der menschlichen Gesellschaft und nicht nur nicht zu meiden, sondern aktiv zu suchen. Die Deutschen sollten eine vorherrschende Rolle über die Welt übernehmen und Hitler wollte mit einer aktiven und angreifenden Rolle dazu beitragen.

Unterstützung im Volk

Ohne die großflächige Unterstützung im Volk hätte Hitler dabei natürlich keine Kriege führen können. Um sich die Unterstützung zu sichern wurde massive Propaganda betrieben. Die Bevölkerung für den Krieg zu begeistern fiel andererseits aber auch nicht sehr schwer, da der erste Weltkrieg noch gar nicht so lange her war und der Großteil der deutschen Bevölkerung sich durch den Ausgang des Krieges und die anschließenden Reparationszahlungen an die westlichen Siegermächte gedemütigt sah. Das Verlangen nach Rache war groß. Gleichzeitig fanden die Kampfhandlungen im 1. Weltkrieg kaum bis wenig auf deutschen Territorium statt, sodass ein Großteil der Bevölkerung bis dahin nicht wirklich mitbekommen hat, wie schlimm Krieg wirklich ist. Die Zerstörungen und Verwüstungen fanden vor allem westlich und östlich von Deutschland statt.

Finanzielle Interessen

Alles, was Hitler an sozialen Dingen versprach, kostete Geld. Und dieses Geld und die Versorgung der eigenen Menschen konnte irgendwann nur noch mit dem Überfall anderer Länder finanziert werden. Sklaven arbeiteten in der Industrie, Länder wurden ihrer Nahrungsmittel beraubt. Das Dritte Reich brauchte permanentes Wachstum, permanentes Streben, permanente Feinde, um zu wachsen, um zu bestehen, um Geld zu verdienen und seine Bevölkerung auf die Ideologie einzuschwören und zusammenzuhalten.

Der Zweite Weltkrieg als Lebensprojekt

Nicht zuletzt ordnete Hitler jeden politischen Plan seiner eigenen persönlichen Lebenszeit unter. Alles wollte er persönlich regeln. Keine Nachfolger, die eine Kathedrale erst vollenden würden. Sondern er selbst musste von Anfang bis Ende die Fäden in der Hand halten. Deshalb war das ganze Staatssystem auf die Person Hitlers ausgerichtet. Alles sollte in seiner Lebenszeit erreicht sein. Also beeilte sich Hitler mit dem Krieg und führte ihn so radikal, wie er ihn führte. Mit allen Mitteln und alles auf eine Karte setzend.

Dieser Krieg war sein Werk

Der Zweite Weltkrieg wurde also aus verschiedenen Gründen gestartet, die doch alle ineinander griffen. Hitlers Persönlichkeit, seine Ideologie, die aus seiner Persönlichkeit kam, der Staat, der aus der Ideologie entstand. Alles hing miteinander zusammen und nur die Person Hitlers konnte den Krieg so führen und fing ihn an, auch gegen Widerstände im Volk, das keinen neuen Krieg wollte (der Erste Weltkrieg war noch nicht lange her) und auch führende Nazis hätten den Krieg nicht so angefangen oder überhaupt einen angefangen, weil sie das gute Leben in Luxus genießen wollten, wie es der zweite Mann im Staat, Hermann Göring, tat. Doch niemand stellte sich dem „Führer“ in den Weg, weil er anerkannt und bewundert wurde. So nahm der Krieg seinen Lauf, ein persönliches Projekt Hitlers, war er zum Projekt und zum Trauma ganzer Generationen machte.

Eindeutige Schuldfrage

Bei vielen Kriegen kann man streiten, wer angefangen hat und warum er anfing. Auch beim Zweiten Weltkrieg versuchen das immer wieder Leute, die Schuldfrage zu verdrehen und den Zweiten Weltkrieg als einen Präventionsschlag zu verkaufen. Er war es nicht. Hitler hatte Schuld, Deutschland hatte Schuld. Hitler traf allein die Entscheidung und hätte am liebsten schon 1938 die Westmächte zum Krieg provoziert und war nicht erfreut, als man ihm das Sudentenland auf dem Silbertablett überreichte. Der Krieg war Hitlers Leben, weil er für den Kampf, für die Rohheit und für seine Ideologie lebte. „Die Welt ist nicht für faule Völker da, nicht für Schwache und nicht für Faule, sondern die Welt ist für den da, der sie sich nimmt“, wie er in einer Rede einmal sagte.

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