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Warum hat Hannibal Rom nicht angegriffen? – Aufklärung

Warum hat Hannibal Rom nicht angegriffen

Es kam im Jahr 218 zu einem Krieg zwischen den Großmächten Karthago und Rom. Der Heerführer Hannibal nutzte für seinen Feldzug erstmalig Elefanten. Er überquerte mit ihnen die Alpen und durchquerte mit seiner tierischen Armee Italien. Hannibal plante aber keinen Krieg, um gezielt die Stadt Rom anzugreifen.

Warum griff Hannibal nicht Rom an?

Der zweite punische Krieg dauerte von 201 bis 218 v. Chr. Damals hatten sich die Karthager im heutigen südspanischen Gebiet angesiedelt. Das gefiel den Römer nicht. Sie erklärten 2018 daher erneut den Krieg. Der erste Krieg war von 264 bis 241 v. Chr. Hannibal konnte den Römern einen großen Verlust bescheren. Aber nach Jahren wendete sich das Blatt. Die Römer zwangen die Karthager zu noch strengeren Friedensbedingungen. Ihnen wurde verboten, in Zukunft einen Krieg zu führen, ohne sich vorab die Genehmigung der Römer einzuhalten.

Hannibals Ziele

Bei Cannae konnte Hannibal die Römer problemlos schlagen. Er hatte seinen Krieg nie danach ausgerichtet, Rom zu zerstören. Vielmehr wollte er die Befriedung Italiens. Zusätzlich wollte er das römische Imperium zurückdrängen. Das Zerstören von Rom hätte nicht zu seinem Vorhaben gepasst. Während des Krieges hatte es der Heerführer geschafft, Stämme wie die Lukaner und Samniter auf seine Seite zu ziehen. Auch die Zwölf-Stämmegemeinschaft der Bruttier sowie die campanischen Gebiete standen hinter ihm. Früher gehörten sie zu den Verbündeten der Römer. Die Unterfeldherren von Hannibal empfahlen ihrem Anführer, seinen Sieg zu nutzen, um Rom einzunehmen. Einer dieser Personen war der Unterfeldherr Maharbal. Er warf Hannibal vor, dass dieser es zwar versteht zu siegen, aber nicht in der Lage ist, den Sieg für sich zu nutzen.

Schlechte Kampfmoral der Truppen

Der Krieg hatte nicht dafür gesorgt, dass Hannibal einen so hohen Verlust hinnehmen musste, dass er kämpferisch nicht in der Lage gewesen wäre, Rom anzugreifen. Dafür ließ die Moral der Kämpfer zu wünschen übrig Auch die Ausstattung war nicht mehr die beste. Die Berichte über die Größe des Heers nach den Kämpfen gehen etwas auseinander. Einige Historiker sprechen von einer Stärke von 50.000 Mann, andere von höchstens 26.000 Kämpfern. Selbst mit 50.000 Kämpfern wäre Hannibal die Übernahme von Rom nicht gelungen. Nach seinem Sieg in Cannae überwintere Hannibal erst einmal in Capua. Von hier aus ging es zu weiteren Feldzügen innerhalb von Italien. In diesem Kämpfen war er aber weitaus nicht so erfolgreich. Dem römischen Heer gelang es sogar 211 Capua wieder in Beschlag zu nehmen.

Während dieser Zeit überwinterte Hannibal in einem Gebiet von Taren. Zur Unterstützung schickte er seinen Neffen Hanno Bomilar nach Capua. Aber auch er konnte nichts mehr ausrichten. Das hatte zur Folge, dass sich Hannibal mit seinen Kampfelementen und seinem Gefolge aufmachte, um Capuas von den Römern zu befreien. Er wollte die Römer in den Bergen in eine Falle locken. Die hatten aber gar nicht vor, Hannibals Herr aktiv anzugreifen, sondern verschanzten sich weiterhin Capua.

Eine verstrichene Chance

Hätte Hannibal trotz der mangelnden Moral seiner Truppe Rom angegriffen, hätte er vielleicht zumindest eine kleine Chance gehabt. Da er seine Chance nicht genutzt hatte und die Römer keinen Frieden schließen wollten, griffen sie immer wieder die Karthager an den Orten an, in denen Hannibal gerade nicht war. Hannibal hatte keine Chance mehr, die Entscheidungsschlacht zu gewinnen. Letztendlich unterliegt auch er 202 v. Chr. in der Schlacht bei Zama. Rom eroberte nach dem legendären Sieg Hannibals seine Heimat. Karthago war somit besiegt und Rom galt für die nächsten Jahrhunderte als Supermacht.

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