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Wieso waren die Dinosaurier so groß? – Aufklärung

Wieso waren die Dinosaurier so groß

Obwohl sie bereits seit mehr als 65 Millionen Jahren ausgestorben sind, faszinieren Dinosaurier noch immer kleine und große Dino-Fans. Bücher, Filme und Spielzeug, mit denen man in die Welt der Dinos abtauchen kann, sind auch heute noch enorm beliebt und begeistern die Liebhaber der ausgestorbenen Giganten. Aber warum waren die Dinosaurier so gigantisch und viel größer, als jedes Tier, dass heute noch lebt?

Von klein bis groß

Die wohl bekanntesten Dinosaurier, die aus einer großen Vielzahl von Dino-Arten noch immer hervorstechen sind unter anderen der Triceratops, der Velociraptor sowie natürlich der gigantische Tyrannosaurus. Mehr als 700 verschiedene Dinosaurier aus 300 Unterarten sind heute bekannt. Was auffällt ist, dass selbst kleinere Dinosaurier-Arten viel größer sind, als die uns heute bekannten Tiere. Selbst Elefanten oder Giraffen, die heute zu den größten Landtieren gehören, wirken winzig im Vergleich zu den Giganten der Urzeit.

Tatsächlich gab es aber auch Tiere, die zu einer Unterart der Dinosaurier gezählt werden, die nicht größer als ein Vogel waren. Der Oculudentavis, der nicht größer als ein Kolibri gewesen ist, gilt bis heute als der kleinste, bislang gefundene Dinoartige. Besonders Flugsaurier waren oft nicht allzu groß und daher auch nicht sehr schwer. Dies half den Tieren natürlich bei der Jagd auf Futter, denn in der Luft konnten die fliegenden Dinosaurier schnell Vögel fangen oder sich auf am Boden befindende Futterquellen stürzen.

Andere Vertreter dieser Spezies wirkten hingegen allein durch ihren massiven Körper für Angst und Schrecken. Der Tyrannosaurus, der hingegen der landläufigen Meinung nicht der größte seiner Art war, brachte es jedoch immerhin auf stolze Größe von bis zu etwa 6 Metern. Noch viel größer war der Argentinosaurus, der bei Wissenschaftlern als Titanosaurier bekannt ist. Dieser Gigant wurde bis zu 40 Metern groß und wogen bis zu 100 Tonnen. Der Argentinosaurus gilt bis heute als das größte und schwerste Landtier, das je gefunden wurde.

Langhalsige Pflanzenfresser wurden besonders groß

Die Sauropoden, die eine Unterart der Dinosaurier darstellen, gelten als die größten ihrer Art. Die Echsenartigen Dinos waren keine Fleischfresser, sondern ernährten sich überwiegend von Pflanzen. Dank ihrer langen Hälse konnten die Riesen leicht an Blätter in den hohen Bäumen der damaligen Zeit gelangen und diese mit ihren Mäulern abzupfen. Heute sehen wir diese Art der Ernährung auch bei Giraffen, die ebenfalls ihre Fressbedürfnisse dank des langen Halses befriedigen können.

Pflanzenfressende Sauropoden, die nicht nur Pflanzen, sondern auch Steine fraßen, die ihnen beim Verdauen der Pflanzen halfen, indem sie diese im Magen „zermalmten“, brauchten alleine schon für ihren Verdauungstrakt einen großen Körper. Der Verdauungstrakt eines Dinosauriers kann mit denen der heute bekannten Tiere nicht verglichen werden. Die großen Mägen mussten schnell mit Nahrung gefüllt werden, damit der enorme Körper auch ausreichend mit Energie versorgt werden konnten.

Ein Vorteil der gigantischen Tiere war zum einen der, dass die Riesendinos nicht so leicht von anderen Vertretern ihrer Art angegriffen und gefressen werden konnten. So konnten sie sich meist ungestört fortpflanzen. Auch sollen, laut Wissenschaftlern, die größeren Dinos attraktiver auf Dino-Weibchen gewirkt haben, was sich damals ebenfalls positiv auf den Fortbestand der Sauropoden ausgewirkt haben.

Auch Fleischfresser wurden gigantisch

Doch nicht nur die friedlichen Pflanzenfresser wie zum Beispiel der Brachiosaurus waren für ihre Größe bekannt. Natürlich gab es unter anderem mit dem Tyrannosaurus einen riesigen Dinosaurier, der sich nicht nur mit Blättern und anderen Pflanzen begnügte. Während die Pflanzenfresser ihre Größe nutzten, um sich an hohen Bäumen und Sträuchern mit wertvollen Nahrungsmitteln zu bereichern, konnte der Fleischfresser Tyrannosaurus auf dem Boden, oder auch aus der Luft mehr und mehr Nahrungsquellen finden. Zu jener Zeit gab es reichliche Quellen, die es den Dinos, ob Fleisch – oder Pflanzenfresser, ermöglichten, sich ausreichend zu ernähren. Durch die gute Versorgung gelang es den Tieren, von Generation zu Generation immer größer zu werden. Energiereiche Anstrengungen waren daher nicht unbedingt nötig, um ausreichend Futter zu finden. Die überschüssige Energie wurde vom Stoffwechsel daher in das stetige Wachstum der Tiere investiert.

Warum werden Tiere heute nicht mehr so groß?

Im Laufe der Zeit haben sich die Lebensumstände von Mensch und Tier enorm verändert. Es gab Zeiten, wo es ausreichend zu fressen gab, aber auch Zeiten, in denen Tiere lange nach Nahrung suchen mussten. Heute wird, besonders für Haustiere ausreichend Fressen bereitgestellt. Der Stoffwechsel hat sich im Laufe der Zeit jedoch auch verändert, sodass überschüssige Energie langsamer verwertet wird, sodass aus dem geliebten Hund oder der Katze nicht plötzlich gigantische Haustiere werden, wenn sie mit reichlich gutem Futter versorgt werden.

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