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Kommunismus & Sozialismus – was ist der Unterschied?

Der Kommunismus und der Sozialismus haben einige Gemeinsamkeiten, aber es gibt auch einige Unterschiede. Beide Bewegungen glauben, dass die Gesellschaft umorganisiert werden muss, um alle Menschen gleich zu machen. Sie denken, dass Privateigentum die Ursache der Ungleichheit ist. Kommunisten und Sozialisten wollen beide, dass der Staat die Kontrolle über die Produktion und Distribution von Gütern hat.

Der Kommunismus ist eine sozialistische Bewegung, die im 19. Jahrhundert entstand. Kommunisten glauben, dass die Gesellschaft reorganisiert werden muss, um alle Menschen gleich zu machen. Dies bedeutet, dass alle Arten von Privateigentum, wie Land, Fabriken und Banken, dem Staat gehören sollten. Die Kommunisten glauben, dass das Privateigentum die Ursache für die Ungleichheit ist. Sie denken, dass die Menschen in Klassen eingeteilt sind, weil einige Leute mehr Eigentum haben als andere.

Sozialisten wollen, dass der Staat die Kontrolle über die Produktion und Distribution von Gütern hat. Sie denken, dass der Staat die einzige Institution ist, die die Umverteilung von Reichtum gerecht durchführen kann. Einige Sozialisten glauben, dass es notwendig ist, eine sozialistische Gesellschaft durch eine sozialistische Revolution zu erreichen. Andere Sozialisten glauben, dass die Revolution nicht notwendig ist und die Gesellschaft langsam in eine sozialistische Gesellschaft übergehen kann.

Ein Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus ist, dass Kommunisten glauben, dass alle Arten von Privateigentum dem Staat gehören sollten, während Sozialisten nur glauben, dass die Produktionsmittel dem Staat gehören sollten. Ein weiterer Unterschied ist, dass Kommunisten glauben, dass eine kommunistische Revolution notwendig ist, um eine kommunistische Gesellschaft zu erreichen, während Sozialisten glauben, dass die Revolution nicht notwendig ist.

Was ist Kommunismus genau?

Kommunismus ist eine soziale und politische Bewegung, die auf das Ende des privaten Eigentums, der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und der herrschenden Klassengesellschaft abzielt.

Kommunismus ist nicht nur eine Theorie, sondern die Bewegung einer Klasse, die die Abschaffung des Kapitalismus anstrebt und eine Gesellschaft ohne Klassen, Herrschaft und Ausbeutung aufbauen will. In seiner ursprünglichen Form war Kommunismus eine Lehre, die von Karl Marx und Friedrich Engels entwickelt wurde.

Der Kommunismus ist die Lehre von der Befreiung der arbeitenden Klasse – der Proletarier – von der Ausbeutung durch die bürgerliche Klasse – die Kapitalistischen Unternehmer. Die Proletarier sind diejenigen, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen, während die Unternehmer diejenigen sind, die die Fabriken und Betriebe besitzen, in denen die Proletarier arbeiten.

Die Unternehmer verdienen ihr Geld, indem sie die Arbeitskraft der Proletarier ausbeuten. Sie zahlen den Proletariern nur einen Bruchteil dessen, was sie wert sind, und behalten den Rest für sich. Diesen Überschuss nutzen die Unternehmer, um neue Fabriken und Betriebe zu errichten und noch mehr Arbeitskräfte einzustellen, um noch mehr Gewinn zu machen.

Dieses System der Ausbeutung ist die Grundlage des Kapitalismus. Die Proletarier werden immer arm bleiben, während die Unternehmer immer reicher werden.

Die Kommunistische Partei ist die Organisation der Proletarier, die den Kampf gegen den Kapitalismus führt und die Diktatur des Proletariats – eine Gesellschaft, in der die Proletarier die Macht haben – anstrebt.

Der Kommunismus ist international. Die Kommunisten kämpfen für die Befreiung aller arbeitenden Menschen auf der ganzen Welt.

Was ist Sozialismus genau?

Sozialismus ist eine politische und wirtschaftliche Theorie, die sich mit der Gestaltung und dem Aufbau einer Gesellschaft beschäftigt, in der die Produktionsmittel gemeinsam gehalten und von allen Menschen nach ihren Bedürfnissen genutzt werden, anstatt von einer kleinen, privilegierten Elite. Die Idee des Sozialismus geht auf die Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert zurück und wird seitdem von zahlreichen politischen Bewegungen und Parteien vertreten. Zu den bekanntesten sozialistischen Theoretikern gehören Karl Marx, Friedrich Engels, Vladimir Lenin, Leon Trotsky und Rosa Luxemburg.

Sozialismus ist kein einheitlicher politischer und wirtschaftlicher Entwurf, sondern umfasst vielmehr eine Vielfalt an Ideen und Richtungen. Die meisten sozialistischen Theorien sehen jedoch die Notwendigkeit einer radikalen Umgestaltung der Gesellschaft und des Staates, um die Machtverhältnisse zugunsten der Arbeiter_innen und der unterdrückten Bevölkerungsgruppen zu verändern. In einer sozialistischen Gesellschaft werden die Produktionsmittel nicht länger von einer kleinen Minderheit in ihrem eigenen Interesse kontrolliert, sondern sollen im Interesse aller Menschen genutzt werden.

Sozialistische Theorien basieren auf demokratischen Prinzipien, wonach alle Menschen gleich sind und gleiche Rechte haben. Sozialistische Bewegungen setzen sich für die Beseitigung von Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Diskriminierung ein. Eine sozialistische Gesellschaft soll eine Gesellschaft sein, in der jede Frau und jeder Mann frei von Angst vor Armut, Ausbeutung und Unterdrückung leben kann.

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