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Warum hat Picasso die Friedenstaube gemalt? – Aufklärung

Warum hat Picasso die Friedenstaube gemalt

Picasso, einer der bekanntesten Künstler der Moderne, zeichnet sich aus durch die kantige und bunte Art und Weise der Gemälde. Der gebürtige Spanier besuchte eine Kunstschule und zog später nach Paris, wo er als Künstler Hand und Fuß fasste. Picasso war ein wohltätiger Mensch und setzte sich aktiv für Frieden und Rechte ein. Er stiftete Geld, unterstütze Problemregionen wie Nordafrika, spanische Republikaner, setzte sich für den Frieden nach dem Krieg ein.

Freiheit und Gleichheit zählte er zu den wichtigsten Punkten, die ihm am Herzen lagen, und das wollte er in seinen späteren Werken vermitteln. Durch seine Kunst beschäftigte er sich mit aktuellen Themen – und ließ andere Menschen an seinem Innenleben teilhaben.

In vielen seiner Werke spiegelt sich die Entsetzung und der Schrecken des Krieges wider. Zur damaligen Zeit machte sich Pablo Picasso damit gar nicht beliebt, denn Nationalsozialisten vertraten die Meinung, seine Kunst sei entartet. Doch glücklicherweise blieb der Künstler den Grausamkeiten verschont, denen manche widerfahren sind, die sich gegen das System auflehnten.

Gerade nach dem zweiten Weltkrieg widmete er sich der Bedrohung und der Angst der Menschheit, was man in vielen seiner Bilder erkennen kann. Beispielsweise das Gemälde „das Beinhaus“ steht für die kalte Ermordung einer Familie spanischer Republikaner. Es beruht auf einem Dokumentarfilm, für Picasso stand es als Symbol der spanischen Diktatur und deren Volk, das darunter litt.

Die Taube

Picassos Taube wurde zum Sinnbild für das Leid von Kindern und Frauen und der allgemeinen Schutzbedürftigkeit.
Die Taube als Friedenssymbol geht über Jahrhunderte zurück, zu Noah und den Tieren. Als die 40-tägige Sintflut überstanden war, sandte Gott drei Tauben zu Noah und dessen Schiff, um das Ende der Flut zu verkünden. Genauso auch galten Tauben damals in der Zeit der Seefahrer als Symbol des Schutzes. Hatte sich ein Schiff mal verirrt und nicht mehr zurück an Land gefunden, so ließen sie eine Taube frei. Entdeckte die Taube das Ufer, so brauchten die Seefahrer sich nur noch an ihrem Flug orientieren und den gleichen Kurs ansteuern, den das Tier verflog.

Zur Taube hatte der Künstler bereits im Kindesalter einen innigen Bezug, denn er hatte eine intime Beziehung zu Tauben aufgebaut. Sein Vater malte diese Vögel, welche er im haus hielt, eines seiner frühesten Gemälde, Kind mit Taube, zeigt von starkem Interesse. Für ihn standen Tauben immer schon als Symbol von schwäche und Verletzlichkeit, jedoch wurde sie erst 1949 nach dem Kongress das offizielle Symbol von Schutzbedürftigkeit und Sinnbild vom Leiden von Kindern und Frauen.

Da die Friedenstaube aber zuallererst im Zusammenhang der linken Friedensbewegung stand, wurde sie erstmal abgelehnt, denn sie galt als Symbol des sozialistischen Realismus. Doch Picasso entwarf für jeden Friedenskongress eine andere Interpretation der Taube. Die berühmteste Version der Taube wurde „die fliegende Taube“, für den Londoner und Sheffield Friedenskongress. Diese Abbild zeigt eine weiße Taube mit einem Olivzweig im Schnabel.

Friedenskongress

1949 trat Picasso der kommunistischen Partei Frankreichs bei, denn Kommunisten und Pazifisten organisierten damals den Weltkongress der Kämpfer für den Frieden. Demnach brauchten sie noch ein Bild für ihr Plakat. Einer der Organisatoren war mit dem spanischen Künstler befreundet und besuchte Picasso in seinem Atelier. Dort stieß er zufällig auf das Bild einer weißen Taube, welches er so schön fand, dass er dieses Motiv für das Plakat auswählte.

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