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Warum hat die Woche 7 Tage? – Aufklärung

Warum hat die Woche 7 Tage

Genauso wie ein Tag 24 Stunden hat, hat eine Woche 7 Tage. Ob das schon immer so war und wie die 7-Tage-Woche entstand, wollen wir im Folgenden herausfinden.

Tatsächlich ist die Woche nicht in allen Kulturen eine gebräuchliche Zeiteinheit. In den meisten aber ist sie das, und zwar eine Zeiteinheit von 7 Tagen. Eine gesetzliche Einheit als auch eine physikalische Maßeinheit ist sie aber in den meisten Ländern nicht. Und trotzdem ist es nach dem beispielsweise deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch erlaubt, Fristen in Wochen anzugeben.

Entstehung der 7-Tage-Woche

Ein Monat umfasst rund 28 Tage. Oder anders formuliert: 28 Tage ist die Länge eines Monats (Mondes). Eine naheliegende Lösung war es dann, die 28 Tage in 4 Mondphasen einzuteilen: Neumond, zunehmender Halbmond, Vollmond und abnehmender Halbmond.

Damals im Altertum waren 7 bewegliche Himmelskörper bekannt: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn. Damals haben die Menschen die Himmelskörper beobachtet und festgestellt, dass sie wanderten. Wanderer bedeutet ins Griechisch übersetzt Planet.

Dennoch stammen die Namen der Wochentage aus verschiedenen Kulturen und beziehen sich meist auf einen der sieben Planeten oder den jeweiligen Planetengott, der über diesen Tag wacht. Beispielsweise in Babylonien und Ägypten, dort hat man damals den 7 Tagen sowohl eine Gottheit als auch einen Himmelskörper zugeordnet. Auch war sa-ba-tu in der babylonischen Sprache die Bedeutung für den 7. Tag nach Neulicht.

In den frühesten Bibelüberlieferungen (5. Jahrhundert v. Chr.) ist die Rede von einer 7-Tage-Woche, dort sind die ersten 6 Tage mit jeweils einer Nummer versehen, der siebte Tag wird Ruhetag genannt.
Erst viel später bezeugt ist die Bezeichnung Sabbat für den Ruhetag.

Seit wann gibt es die 7-Tage-Woche?

Bis heute ist ungeklärt, wo genau die Bezeichnungen ihren Ursprung haben, klar ist nur, dass über die ganze Welt verteilt, immer von der Zahl 7 zu hören ist, und das schon zu sehr frühen Zeiten, wenn es um die Tagesanzahl für eine Woche ging. Und so weiß man noch immer nicht, wann und wo die übliche Zeitzählung, die wir noch heute nutzen, zum ersten Mal festgelegt wurde.
Unter orientalischem Einfluss wurde das altrömische Nundinum von unserer heutigen 7-Tage-Woche abgelöst.
Rechtlich kann die verbindliche 7-Tage-Woche erst ab 321 n. Chr. mit Kaiser Konstantin in der Gesetzgebung zur Gerichts- und Arbeitstagsfreiheit festgemacht werden.

Seit der Einführung gibt es keinerlei Hinweise, dass diese seither zwischenzeitlich durch etwas anderes ersetzt wurde, weshalb sie der regelmäßigste Bestandteil des gregorianischen und des julianischen Kalenders ist.

Bezeichnungen der einzelnen Wochentage

Montag: Der Tag des Mondes
Dienstag: Die englische Bezeichnung für Dienstag lautet Tuesday. Mars (der römische Kriegsgott) hieß bei den Germanen „Tiu“. Und so entstand aus „Tag des Tius“ Tuesday.
Mittwoch: Im italienischen heißt Mittwoch Mercoledi, diese Bezeichnung erinnert an den Planeten Merkur.
Donnerstag: Über den Donnerstag wacht der germanische Gott des Donners (Donar), er steht für den Planetengott Jupiter.
Freitag: Freitag heißt übersetzt auf Italienisch Venerdi, was an den Planeten Venus erinnert. Im Deutschen hat man den Freitag nach Freya, der germanischen Göttin, benannt.
Samstag: Dieser entwickelte sich aus dem jüdischen Feiertag Sabbat. Außerdem lässt noch der englische Begriff für Samstag (Saturday) auf den Saturn schließen.
Sonntag: Der Tag der Sonne

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