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Wann wird es hell im Sommer/Winter – Aufklärung

Wann wird es hell im Sommer/Winter - Aufklärung

Schon immer richteten sich die Natur und alle Lebewesen nach dem Rhythmus der Sonne und der Jahreszeiten. Im Sommer freuen wir uns über lange und warme Abende und im Winter genießen wir gemütliche Stunden daheim, während es draußen kalt und dunkel ist. Am Nord- und am Südpol gibt es im Laufe des Jahres sogar Zeiten, zu denen die Sonne gar nicht mehr unter- beziehungsweise aufgeht – auch bekannt unter dem Phänomen Polartage und Polarnächte. Die Begründung für diese Unterschiede liegt in den Drehungen der Erde um sich selbst und um die Sonne und der Neigung ihrer Erdachse zur Sonne.

Die Erdachse

Unsere Erde bewegt sich wie ein großer Kreisel durch unser Universum. Dabei dreht sie sich innerhalb eines Tages jeweils einmal um ihre eigene Achse. Diese Achse ist vergleichbar mit einer Geraden, die den Südpol, den Nordpol und den Erdmittelpunkt miteinander verbindet. Jedes Mal wenn unser Wohnort der Sonne zugewandt ist, bekommen wir das Licht der Sonne zu spüren und es ist Tag. Sobald sie sich weiterdreht und wir uns nun wieder auf der von der Sonne abgewandten Seite befinden, wird es wieder Nacht. Diese Drehung nimmt circa 24 Stunden in Anspruch und ist damit Basis für unsere Tageslänge.

Die Neigung der Erdachse

Gleichzeitig zur ihrer Drehung um die eigene Achse, dreht die Sonne sich innerhalb eines Jahres, auch Sonnenjahr genannt, um unsere Sonne. Wenn Sie sich den Bereich innerhalb der Umlaufbahn der Erde als flache Scheibe vorstellen, dann ergibt sich daraus die sogenannte Ekliptikebene. Die Jahreszeiten und die unterschiedlichen Längen unserer Tage im Winter und Sommer hängen entscheidend von der Neigung der Erdachse zur Ekliptikebene ab. Die Erdachse befindet sich nicht in einem rechten Winkel zu dieser Ebene, sondern ist aktuell im Vergleich um etwa 23,4 Grad geneigt. Durch diese Schiefe ist immer entweder die Nord- oder die Südhalbkugel der Erde der Sonne weiter zugeneigt und es wird eine größere Fläche beleuchtet – es entstehen Jahreszeiten. Je senkrechter die Strahlen der Sonne auf die Erde treffen, desto wärmer wird es und desto länger werden die Tage. Umgekehrt treffen die Sonnenstrahlen mit zunehmender Entfernung, auf der der Sonne abgeneigten Erdhalbkugel immer schräger auf die Erdoberfläche. Das heißt die Tage werden kürzer und es wird kälter.

Der Äquator

Je näher man dem Äquator kommt, desto geringer werden die Unterschiede in der Tageslänge und auch die Jahreszeiten verschwinden langsam. Am Äquator selbst sind die Unterschiede nahezu vollständig verwischt. Die Tage und Nächte sind beinahe gleich lang, nämlich 12 Stunden und das Klima verändert sich nur noch minimalst im Laufe des Jahres. Die Strahlen der Sonne treffen hier das ganze Jahr über in einem fast senkrechten Winkel auf die Erdoberfläche, das heißt hier ist es das ganze Jahr über heiß und das Klima tropisch.

Die Tage am Nord- und am Südpol

In den Polarregionen zeigt sich der exakt gegenteilige Effekt und Sie können das Phänomen der Polarnacht und des Polartags erleben. Im Zeitraum um die Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember geht die Sonne zwischen den Polarkreisen und den Polen für mindestens einen Tag nicht mehr vollständig über den Horizont auf. Am Pol selbst kann sich dieses Phänomen über mehrere Wochen oder gar Monate hinziehen. Der Polartag ist das Gegenteil der Polarnacht – hier geht die Sonne im Zeitraum um die Mitsonnenwende am 21. oder 22. Juni für mindestens einen Tag nicht mehr unter. Das heißt die Mitternachtssonne sinkt nicht mehr unter den Horizont und es ist abgesehen von einer kleinen Mitternachtsdämmerung den gesamten Tag hell.

Winter- und Mittsonnenwende

Auch in den gemäßigten Breiten kennzeichnen Winter- und Mittsonnenwende den jeweils längsten beziehungsweise kürzesten Tag des Jahres. Besonders die Wintersonnenwende wird von vielen Menschen sehnsüchtig erwartet. Ab diesem Tag werden die Tage wieder länger, die Nordhalbkugel neigt sich langsam wieder weiter in Richtung der Sonne und es wird wärmer.

Die Jahreszeiten

Durch die Drehung der Sonne und ihrer schrägen Achse erleben wir einen beeindruckenden Wechsel in der Länge von Tag und Nacht und es entstehen Jahreszeiten. Dieses Phänomen beeinflusst den Lebensrhythmus von allen Lebewesen und der gesamten Natur und zeigt wieder einmal, wie außergewöhnlich und beeindruckend unser Planet ist.

Fazit: Wann steht die Sonne im Sommer & im Winter auf?

Im Januar, also mitten im Winter steht die Sonne um ca. 9 Uhr auf. Im Sommer steht die Sonne dagegen um ca. 5-6 Uhr morgens schon auf.