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Wann wird es wieder wärmer in Deutschland, jährlich?

Wann wird es wieder wärmer in Deutschland, jährlich

Es gibt wohl nur wenige Menschen, die dem Winter etwas Positives abgewinnen können. Die meisten werden wohl wärmere Temperaturen bevorzugen. Man kann wieder mehr in der freien Natur unternehmen, ohne dass man sich in mehrere Schichten Kleidung hüllen muss. Aber wann wird es in unseren Breitengraden eigentlich wieder wärmer?

Das Klima hat keine Stechuhr

„Hoffentlich wird es bald wieder wärmer!“, ist im Winter der wohl der häufigste gesagte Satz. So gut wie jeder sehnt die wärmere Jahreszeit herbei. Nicht wenige nehmen hierfür den meteorologischen Frühlingsbeginn als Fixpunkt an. Dieser ist in unseren Breitengraden der 1. März eines jeden Jahres. Allerdings interessiert sich das Klima recht wenig für feste Termine. Es ist vielmehr ein dynamischer Prozess, der von zahlreichen Einflüssen gesteuert wird. So können bereits minimale Veränderungen einen späteren oder langsameren Temperaturanstieg zur Folge haben. Mit anderen Worten: Wann genau der Temperaturanstieg im Jahr einsetzt, kann niemand vorhersagen. So gab es durchaus schon Jahre, in denen noch im April Schneefälle mit mehreren Zentimetern Neuschnee einsetzten.

Diese Ereignisse beeinflussen die Wärmeentwicklung

Den einen Zeitpunkt im Jahr, an dem es wärmer wird, gibt es nicht. Selbst die stärksten Supercomputer, die Wettermodelle über einen längeren Zeitraum berechnen, tun sich hier schwer. Mal ehrlich, wie oft hat man schon auf den Wetterbericht geschimpft, weil Sonne angesagt war, es aber durchgehend regnete. Und hier spricht man von Vorhersagen über einen Zeitraum von wenigen Tagen. Für die Vorhersagen werden leistungsstarke Rechner, sogenannte Superrechner, eingesetzt. Diese Supercomputer besitzen mehrere 10.000 Prozessoren und Arbeitsspeicher im Terrabyte-Bereich. Diese Computer werden mit verschiedenen Parametern gefüllt, die dann mögliche Vorhersagen berechnen. Dazu gehören die Temperaturen von Meeresoberflächen, Bodenfeuchtigkeit, die Ausdehnung des Polareises und wie viel Bodenfläche mit Schnee bedeckt ist. Aus diesen und mehr Parametern wird dann eine sogenannte Witterungsprognose erstellt. Allerdings sind diese Prognosen gerade in unseren Breitengraden sehr unzuverlässig, da sich die Parameter sehr schnell ändern.

Die Natur zeigt an, wann es wärmer wird

Um zu wissen, wann es wärmer wird, benötigt man aber keinen Supercomputer. Schon wenn man die Natur aufmerksam beobachtet, kann viele Hinweise finden, wann es wärmer wird. Vor allem Bäume und Blumen sind da die wichtigsten Hinweisgeber. Vor allem die beliebten Schneeglöckchen sind ein erstes sicheres Zeichen dafür, dass es wieder wärmer wird. Die ersten Schneeglöckchen sind oft schon im Februar bei Schnee und Eis sichtbar. Also zu einem Zeitpunkt, an dem man nicht unbedingt das Gefühl hat, dass es wieder wärmer wird. Die Sonne muss aber schon genug Wärme entwickeln, damit die Keimtemperatur der Schneeglöckchen erreicht wird. Auch Krokusse sind ein guter Indikator dafür, dass die Temperaturen steigen. Spätestens aber wenn die Knospen an Bäumen und Büschen aufbrechen, kann man sich sicher sein, dass die warme Jahreszeit angebrochen ist. Allerdings können selbst jetzt noch Nachtfröste und Kälteeinbrüche für niedrige Temperaturen sorgen. Manche sagen auch, dass die Rückkehr der Zugvögel steigende Temperaturen anzeigen. Tiere eignen sich jedoch nur bedingt dazu, an Ihrem Verhalten festzumachen, dass es wärmer wird. Ihre Instinkte sind so angelegt, dass Winterschläfer erst dann wieder aktiv werden, wenn auch der Mensch deutlich merkt, dass es wieder wärmer ist.