Zum Inhalt springen
Startseite » Wetter, Klima & Klimawandel » Ab wann wird es jedes Jahr immer wärmer? – Aufklärung

Ab wann wird es jedes Jahr immer wärmer? – Aufklärung

Ab wann wird es jedes Jahr immer wärmer

Klimawandel- warum die Erderwärmung permanent voranschreitet…

Treibhausgase wie etwa CO2 bzw. Kohlendioxid, Ozon, Lachgas, Methan und Fluorkohlenwasserstoffe befeuern zielgerichtet den Klimawandel und heizen dauerhaft die globale Erderwärmung und die damit einhergehende Klimakrise an. Ebenso fachen Klimagase mit Ursprung in der Landwirtschaft, die konstante Überproduktion der Textilindustrie sowie die Rodung von Wäldern und der Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt den Klimawandel zusätzlich an, der nachweisbar Umwelt, Ökosysteme und die Gesundheit lebender Organismen gefährdet.

Die Erderwärmung bzw. Erderhitzung ist demnach an klimabedingte Gesundheitsrisiken für den Menschen gekoppelt und hebt die Belastung durch Extremwetter in Form von beispielsweise Ernteausfällen, Waldbränden, Überflutungen und Hitzewellen nachhaltig an. Der dauerhafte Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur führt zudem einem Zusammenbruch der ursprünglichen Klimasysteme mitsamt des Jetstreams.

Erderwärmung geht mit klimabedingten Gesundheitsrisiken einher

Die konstant steigenden Temperaturen, die den Klimawandel prägen, fördern europaweit die Ausbreitung und Ansiedelung von speziellen Krankheitserregern und Überträgern, die ursprünglich in den Tropen beheimatet sind und Tropenkrankheiten wie etwa das West- Nil- Fieber oder das Zika- Virus übertragen. Ferner begünstigt die Erderwärmung die Vermehrung potentiell gesundheitsschädlicher Bakterien. Exemplarisch hierfür sind Cyano- und Vibrio- Bakterien, die sich im Zuge der stetig anschwellenden Wassertemperaturen in Folge des globalen Klimawandels zunehmend in Seen und in der Ostsee nachweisen lassen. Vibrionen begünstigen grundsätzlich Infektionen des Magen- Darmtraktes und lösen Wundinfektionen aus.

Der Klimawandel, der an ein vergleichsweise milderes Klima in Verbindung mit einer verlängerten Vegetationsperiode gebunden ist, steigert die Pollenkonzentration in der Luft und sorgt dafür, dass die Pollen länger fliegen und die diesbezüglichen Allergene in den Luftschichten zirkulieren. Der Klimawandel verlängert demnach die Pollensaison und forciert die weltweite Ausbreitung allergener Pflanzen. Als Reaktion auf die Erderwärmung schwellen Intensität und Häufigkeit von Hitzewellen bzw. 14- tägige Hitzeperioden, die mit einer täglichen Mindesttemperatur in Höhe von mindesten + 30 ° C einhergehen, an, die einen potentiell gesundheitsschädlichen Hitzestress auf den menschlichen Gesamtorganismus entfalten und die bodennahe Ozonkonzentration steigern.

Aufgrund dieser Aspekte gilt; wer das Klima schützt, schützt ebenso die Gesundheit lebender Organismen und die des Menschen.

Daten des Deutschen Wetterdienstes dokumentieren transparent die Erderwärmung im Rahmen des globalen Klimawandels

Statistischen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes zufolge war das letzte Jahrzehnt bzw. die Zeitspanne zwischen 2011 und 2020 in Relation zu der Phase zwischen 1881 und 1910, die das erste Jahrzehnt der Wetterauszeichnungen des Deutschen Wetterdienstes markiert, durchschnittlich um 2 </strongC wärmer.

Verantwortlich für den konstanten Anstieg der Treibhausgaskonzentration ist prinzipiell der anthropogene Treibhauseffekt, den der Mensch seit dem Zeitpunkt der Industrialisierung zielgerichtet forciert. Binnen der zurückliegenden 250 Jahre nimmt die Treibhausgaskonzentration deshalb kontinuierlich zu. Ursächlich hierfür sind Prozesse wie das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Holz. Die Themenfelder Industrie, Elektrizität, Technisierung, Digitalisierung, Mobilität, Ernährung, Konsum und Lifestyle sind demnach eng mit der Erderhitzung, dem Treibhauseffekt und dem globalen Klimawandel verknüpft.

Statistiken belegen, dass sich die die CO2Konzentration innerhalb der letzten 250 Jahre von 280 ppm Kohlendioxid auf mehr als 416 ppm erhöht hat. Parallel dazu lässt sich eine analog steigende Erderwärmung nachweisen. Nimmt die Erderhitzung um weitere 1,5 ° C zu, überschreitet das Klima markante Kipppunkte, die mit massiven Verschlimmerung in Folge des Klimawandels einhergehen und als nicht reversibel einzustufen sind.

Steigt die weltweite Durchschnittstemperatur um weitere 1,5 ° C überschreitet das Klima besorgniserregende Kipppunkte

Steigt die globale Durchschnittstemperatur um zusätzliche 1,5 ° C an, forciert dies den Zusammenbruch des Jetstream– Systems, das Versiegen von Meeresströmungen, das vollständige Auftauen der Permafrostböden und das ganzheitliche Abschmelzen der Polkappen. Entsprechende Prozesse bzw. Kippunkte fungieren als maßgebliche Katalysatoren für Klimawandel und Erderhitzung, sodass sich die Welt anhaltend schneller erwärmt als im Normalfall.

Schmelzen die Polkappen ab, reflektieren die Eismassen keine Sonnenenergie mehr in das All, weshalb die im direkten Vergleich zum Eis dunkleren Wasser- und Landmassen die diesbezügliche Sonnenenergie absorbieren und nachhaltig speichern, was die Erderwärmung nachweisbar ankurbelt. Tauen die Permafrostböden vollständig ab, die als natürlicher Speicher für das klimaschädliche Treibhausgas Methan dienen, heizt dies die Kliamkrise weiter an.

Der vermehrte Eintrag von Süßwasser in Folge von Starkregenereignissen, dem Abschmelzen von Gletschern und Polen sowie die permanente Wassererwärmung, die etwa die Wasserverschmutzung mit Mikroplastik befeuert, löst eine massive Destabilisierung der Atlantischen Umwälzströmung aus. Diese Entwicklung sorgt für ein Verebben von Meeresströmungen, was an katastrophale Konsequenzen für das weltweite Wettergeschehen gebunden ist.

Die massive Erderwärmung und die damit verbundenen veränderten Temperaturunterschiede zwischen Arktis und Äquator führt zudem zum Stottern des Windbandes Jetstream, das permanent Hoch- und Tiefdruckgebiete um die Welt leitet. Als Reaktion auf die zunehmende Erderwärmung und den anhaltend schwächeren Jetstream tritt Standwetter in Erscheinung, das Wetterextreme begünstigt. Grundsätzlich gilt; je geringer die Windgeschwindigkeit des Jetstreams, desto ausgeprägter sein Schlingerkurs und die Schwingungen seiner Rossby- Wellen, die maßgeblich die Luftzirkulation innerhalb der Erdatmosphäre beeinflussen.

Hat dir der Beitrag gefallen?