Wie definieren sich Klimaskeptiker, Klimakritiker und Klimaleugner?
Der Begriff Klimaskeptizismus oder auch Klimawandelskeptizismus beschreibt die ablehnende und zweifelnde Haltung gegenüber der vom Menschen verursachten globalen Erderwärmung. Demnach wird geleugnet, dass der Klimawandel dem Menschen geschuldet ist oder dass der Klimawandel und die globale Erderwärmung überhaupt existieren. Außerdem werden die Folgen des Klimawandels verharmlost.
Dabei kann in Klimaskeptiker bzw. -kritiker sowie Klimaleugner unterschieden werden.
1. Klimaskeptiker
Klimaskeptiker bewerten die Auswirkungen des Klimawandels als weniger schlimm und bezweifeln einen Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und CO2-Gehalt der Atmosphäre. Skepsis ist in der Regel unverzichtbar für die Wissenschaft, denn nur so kann Fortschritt geschehen. Deshalb sind „echte“ Skeptiker auch offen gegenüber rationalen Argumenten. Es wird jedoch oft bemerkt, dass sich viele Klimaskeptiker bereits eine feste Meinung gebildet hätten und für Argumente unzugänglich seien.
2. Klimaleugner
Im Gegensatz zu Klimaskeptikern sind Klimaleugner für sämtliche Argumente und wissenschaftlich bewiesene Fakten und Wahrheiten unzugänglich. Klimaleugner gestehen zwar einen Klimawandel in Form eines Temperaturanstieges, nicht aber in Form der globalen Erderwärmung, ein, halten diesen aber für natürlich und nicht durch den Menschen verursacht. Sehr gut organisierte Kampagnen, mit einen hohen finanziellen Aufwand, spielen hier eine wichtige Rolle, um die Skepsis und Ablehnung weiter zu verbreiten.
Die Argumente der Klimaskeptiker
Die Haltung der Klimaskeptiker rührt vor allem aus dem Argument der Ungenauigkeit und Unsicherheit von Klimaforschern. Während der letzten Jahrzehnte haben viele Klimaforscher eine Reihe von Prophezeiungen veröffentlicht, die sich als Falschinformationen erwiesen haben.
Als weitere These wird behauptet, dass der menschliche CO2-Ausstoß viel zu gering sei, um eine Rolle für das Klima zu spielen und dass eine Klimaänderung nicht per se negativ sein muss. So wird argumentiert, dass ein moderat wärmeres Klima erhebliche Vorteile für die Tier- und Pflanzenwelt sowie uns Menschen hat.
Einige Klimaskeptiker sprechen im Gegenzug sogar von einer globalen „Abkühlung“, da die Temperaturen der Meere sinken und sich auch das Arktiseis zu erholen scheint.
Die meisten Thesen, die von Klimaskeptikern angebracht werden, können jedoch mittlerweile zweifelsfrei widerlegt und entkräftet werden.
Argumentationsmuster des Klimaskeptizismus
Um Öffentlichkeit und Medien von ihren Thesen zu überzeugen, greifen Klimaleugner und -skeptiker auf eine Reihe verschiedener Methoden zurück. Zu einem der beliebtesten Mitteln zählt die Propaganda von Verschwörungstheorien, die Klimaforschern unter anderem Korruption und gemeinsame Verschwörung vorwirft. Des Weiteren werden vermeintlich hochqualifizierte Experten der Öffentlichkeit vorgestellt, die oftmals eigene unseriöse Studien und Meinungen verbreiten. Auch durch eine stark selektierte Datenauswahl zur Bekräftigung der eigenen Argumente können verfälschte Informationen kommuniziert werden.
Unter Berücksichtung aller Daten und Variablen würden diese Argumentationen natürlich in sich zusammenfallen.