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Warum ist der Himmel blau? – einfache Erklärung

Ein schöner blauer Himmel erhellt zu jeder Jahreszeit die Seele. Doch warum trägt der Himmel überhaupt ein blaues Licht? Hierfür gibt es eine psychologische wie physikalische und somit eindeutige Erklärung.

Die Lichtstreuung am Himmel

Rein physikalisch erklärt, wird mit der Lichtstreuung der blaue Himmel erzeugt. Die Atmosphäre der Erde besteht zum größten Teil aus dem Sauerstoff und Stickstoff. Damit das Sonnenlicht auf die Erde gelangt, muss es auf seinem Weg durch die Atmosphäre. Diese ist gefüllt mit verschiedenen Gasmolekülen. Trifft das Sonnenlicht auf die Gasmolekühle, werden diese unmittelbar gestreut. Mit diesem Vorgang findet eine Umlenkung des Lichteinfalls statt. Das weiße Licht wird in seine ureigenen Bestandteile zerlegt. Im Physikunterricht wird dieser Prozess gerne über ein Prisma dargestellt. Es entstehen die berühmten Regenbogenfarben. Dann entstehen die Farben blau, grün, gelb, orange sowie rot. Die unterschiedlichen Farben werden verschieden stark gestreut. Je kleiner eine Wellenlänge ist, umso kleiner wird die Wellenlänge. Die Strahlen hingegen werden energiereicher.

Die Rayleigh-Streuung

Dieser Vorgang wird zudem die Rayleigh-Streuung genannt. Der Brite John William Strutt, oder dritter Baron Rayleigh genannt, entdeckte im 19. Jahrhundert das physikalische Prinzip. Ihm wurde die Ehre zuteil, dieses Prinzip nach seinem Namen zu benennen. Mit seinem Prinzip beschrieb er das Phänomen des blauen Himmels sowie alle Arten der allgemeinen elektromagnetischen Strahlung.

Die blaue Farbe am Himmel

Die blauen Strahlen besitzen mehr Kraft und sind energiereicher als die Roten. Somit werden beim Prozess der Streuung die blauen Lichtanteile stärker abgelenkt. Ein wolkenfreier Himmel ist zu erblicken. Die Sonne scheint hell. Sie hat freien Zugang in alle Richtungen der Atmosphäre zu strahlen. Die Strahlen können stark gestreut werden. So werden diese in unsere Richtung und somit in unser Auge gestreut. Es handelt sich dabei und die gestreuten Blauanteile. Wiederum die roten Lichtstrahlen werden weniger stark abgelenkt. Der blaue Himmel entsteht für das Auge lediglich nur, weil die blauen Lichtstrahlen stärker streuen und abgelenkt werden.

Die Sprache ist der Ausdruck der Wahrnehmung

Die Sprache prägt die Wahrnehmung der Menschen der deutschen Sprachen. Die jeweiligen Farben wurden eines Tages mithilfe der Sprache festgelegt. Der Himmel ist somit blau! Doch diese Ausdrucksweise ist nicht überall auf der Welt geläufig. Es gibt Sprachen, welche durchaus keine Unterschiede mit Worten zulassen. Eine Unterscheidung beispielsweise zwischen manchen Farben findet nicht statt. Es wird stattdessen ein Wort verwendet. Sind Farben sich ähnlich wie rot und orange, dann wird von diversen Schattierungen gesprochen. So mancher Sprache besitzt keine Wörter für verschiedene Farben. Es gibt lediglich nur die Begriffe: Schwarz, Weiß sowie Rot. Ein blauer Himmel wird in diesem Fall sprachlich nicht ausgedrückt.

Die unterschiedlichen Stimmungen am Himmel

Steht die Sonne tief am Himmel, entsteht das Morgen- oder Abendrot. Das Licht benötigt einen deutlich längeren Weg. Wird das kurzwellige blaue Licht nach kurzer Strecke von den vorhandenen Molekülen gestoppt, dann kommen lediglich rote langwellige Anteile auf die Erde. Der Himmel ist jedoch nicht immer blau. Er kann wolkenverhangen und somit grau sein. In dem Moment ist die Luft staubige oder feucht. Findet diese Situation am Himmel statt, dann ist es nicht möglich, dass sich die Spektralfarben aufspalten. Die Strahlung wird wie an einem Spiegel reflektiert. Der Himmel erschien weiß oder in Grauschattierungen.