Startseite » Geographie Lernmaterial » Weltumrundung – wieviele km sind es? – Aufklärung

Weltumrundung – wieviele km sind es? – Aufklärung

Weltumrundung - wieviele km sind es

Etwas geht um die Welt. Das hat man schon immer gehört. Und eine Weltumrundung war früher ein regelrechter Wettlauft, ein Wettbewerb der technischen Extreme. „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne erzählt eine solche Geschichte. Doch wie viele Kilometer sind es eigentlich, wenn man um die Welt reisen will?

Die Erde

Die Erste ist eine Kugel und hat einen Durchmesser von 12.700 km. Daraus ergibt sich ein Äquatorumfang von etwa 40.000 Kilometern. Der Planet ist also ganz schön groß und eine Strecke rund um den Erdball wäre natürlich eine entsprechende Länge. Aber man läuft ja nicht direkt am Äquator entlang.

Wie man sich um die Welt bewegen könnte

Als Startpunkt kann man hier Berlin nehmen. Und dann geht es nach Tokio, quer über den eurasischen Kontinent. Das sind gut 9.000 km. Im Flugzeug ist das in wenigen Stunden zu bewältigen, ein Auto braucht dafür schon mehrere Tage und wenn man es erlaufen möchte, ist man schon fast 100 Tage unterwegs.

Bewegt man sich jetzt direkt von Tokio nach Los Angeles, dann sind das abermals gut 9.000 km. Damit ist schon fast die Hälfte der Strecke des Erdumfangs bewältigt.

Nun geht es quer durch den nordamerikanischen Kontinent nach New York. Das sind knapp 3.800 km.

Von New York nach Paris quer über den Atlantik sind noch mal ganze 5.800 km und dann ist man auch fast fertig mit der Erdumrundung. Denn jetzt nur noch von Paris nach Berlin sind etwa 900 km und schon hat man den Planeten umrundet.

Insgesamt sind das 28.500 km. Aber es sind weniger als die 40.000 km, die oben erwähnt wurden? Warum? Weil man sich hier oberhalb des Äquators bewegt und da die Erde eine Kugel ist, ist die Strecke entsprechend kürzer. Der Großteil des Landes und der Länder liegen nun mal auf der nördlichen Halbkugel.

Warum die Erde umrunden?

Im Laufe seiner Geschichte merkte der europäische Mensch, dass es viel mehr gab, als er es sich hätte träumen lassen. Zur Zeiten der Griechen, der Römer und Ägypter war die bekannte Welt der Mittelmeerraum, Europa und Teile Asiens. Von China hatte man bedingt eine Ahnung. Man wusste, da gab es etwas. Mehr und mehr erforschten die Menschen Teile der Welt. Die asiatischen Kulturen ebenso wie die europäischen. Man wollte sich Länder erschließen, Handelswege aufbauen und das war der erste Impuls, die Erde zu umrunden. Kolumbus kam in Amerika an, obwohl er die Erde umrunden wollte, um nach Indien zu gelangen. Die Geschichte ist bekannt.

Das erste Schiff, das die Erde tatsächlich umrundete, war wohl im 16. Jahrhundert unter der Führung von Magellan losgesegelt. Es ist also noch gar nicht so lange her, dass es technisch überhaupt möglich war.

Später kam es einem Sport gleich, die Erde zu umrunden. Man wollte der erste sein. Ballon, Flugzeug, Schiff, was auch immer. Man wollte der erste sein, die erste Nation, der erste Mensch. Aber die Strecke ist, wie oben gesehen, gewaltig und es ist auch noch immer eine Herausforderung.

Wie sollte man die Welt umrunden?

Natürlich kann man einfach so schnell es geht die Erde umrunden. Aber mit einem Flugzeug ist das in gut zwei Tagen eigentlich erledigt. man hat außer Flughäfen nichts gesehen.

Wenn man die Erde tatsächlich umrunden will, dann sollte man das so machen, dass man die Kulturen kennenlernt, Menschen trifft, Länder bereist, Sehenswürdigkeiten der Natur und der Kultur anschaut und in sich auf nimmt. Das ist der eigentliche Sinn einer Weltumrundung und das dauert dann natürlich auch wesentlich länger als einige Tage oder Monate. Und dann kommen auch weit mehr Kilometer als die 40.000 km zusammen. Quer über Eurasien, von Nord- nach Südamerika und wieder zurück und dann noch Australien. Man kann jahrelang unterwegs sein und kann dann von einer gelungenen und einer echten Weltumrundung sprechen.

Geschwindigkeit ist heute nicht mehr wichtig. Und man kann auch nicht mehr der Erste sein. Also alles mitnehmen, was geht, alle kulturen und Sprachen und Genüsse mitnehmen und etwas über die Welt lernen. So, wie es die ersten Menschen taten, die immer mehr und immer Neues entdeckten, sich davor vielleicht fürchteten und es dennoch annahmen und die Welt sicherer und vertrauter machten.