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Warum gibt es rote Blitze bei Gewitter & sind sie gefährlich?

Warum gibt es rote Blitze bei Gewitter & sind sie gefährlich

Rote Blitze bei Gewitter sind eine Seltenheit. Es gibt verschiedene Gründe für das Auftreten von roten Blitzen. Nicht immer sind die Gründe wissenschaftlich bereits belegt und können eher als Annahme angesehen werden. Für die Entstehung von roten Blitzen kann es dennoch verschiedene Erklärungsversuche geben. Rote Blitze in mehrfacher Ausprägung sind als sogenannte „Rote Kobolde“ bekannt und wurden bis vor einiger Zeit bei diversen Space-Shuttle-Missionen aufgezeichnet. Piloten hatten diese Blitze beobachtet und der Forscher Stephan Hummel konnte die Naturphänomene fotografieren. Neben den „Roten Kobolden“ gibt es bei Gewitter auch selten auftretende rote Blitze. Ein solcher roter Blitz konnte auch in Deutschland beobachtet werden. Für diese vereinzelt auftretenden roten Blitze gibt es ebenfalls Erklärungsversuche.

Was sind Rote Kobolde?

Rote Kobolde werden in Englisch auch als Red Sprites bezeichnet und besitzen eine besondere Form. Die Form wurde als Pilzartig oder auch Kobold-artig beschrieben. Die Blitze können eine Länge von bis zu 20 km aufweisen und sind zumeist in Höhen von 75 Kilometer zu finden. Die Blitze sind verästelt und werden als rote Entladungen beschrieben. Die Blitze verlaufen aufwärts und zerfallen in viele Verästelungen, nachdem sie aus einer Wolkendecke ausgetreten sind. Diese „Zerteilungen“ der Blitze können sogar Ausdehnungen von bis zu 50 km erreichen. Die Verzweigungen der Roten Kobolde können sich sogar nochmals teilen. Das wurde zumindest in einigen Fällen beobachtet. Wenn die erneute Teilung erfolgt, dann kommt es aber eher zu einer blauen Färbung und die weitere Zerteilung verläuft nach unten. Durch die blaue Farbe werden diese Blitze (Sprites) auch „Engelskobolde“ („angel sprites“) genannt.

Wann wurden die Roten Kobolde erstmals aufgenommen?

Die Roten Kobolde konnten 1989 sowie ab 1991 aufgenommen werden. Die Naturphänomene wurden von diversen Space-Shuttles aufgenommen und es gab deswegen Erkundungsflüge. Die Beobachtungen zeigten, dass die Roten Kobolde nur in Höhen von 55 bis 85 km auftreten und bei sehr starken Gewittern auftreten. Die extremen Gewitter müssen sich allerdings in Bereich der sogenannten Mesosphäre befinden.

Rote Kobolde treten in Schwärmen auf

Die Roten Kobolde sind nicht nur einzeln zu sehen, sondern können regelrecht in Schwärmen erkennbar sein. Menschen können diese Blitze am Besten vor dunklem Hintergrund sehen.

Wie entstehen Rote Kobolde?

Die Entstehung der Blitze ist nicht abschließend geklärt und es sind verschiedene Theorien im Umlauf. Die weit verbreitete Annahme zur Entstehung ist die selbstständig Entladung eines sehr starken Spannungsfeldes. Das Spannungsfeld entsteht über der Wolkendecke nur bei extremem Gewitter und führt zu einer Elektronenübersättigung. Die Elektronen kollidieren mit Gammastrahlen aus der Ionosphäre und entladen sich.

Welche roten Blitze wurden noch beobachtet?

In Deutschland wurde ebenfalls ein roter Blitz beobachtet. Die Beobachtung wurde von mehreren Augenzeugen bestätigt und es wurde von einem „auffälligem, roten Blitz“ berichtet. Dieser vereinzelte „rote Blitz“, so die Annahme, sollte mit dem sogenannten „Blutregen“ zusammengefallen sein. Der „Blutregen“ trägt Sahara-Staub und andere Partikel (Dreck und Pollen), die dazu führen, dass der Blitz als „rot“ wahrgenommen wurde. Es wird in dem speziellen Fall davon ausgegangen, dass der Blitz selbst eine weiße bzw. gelbe Farbe hatte.

Wieso könnte ein Blitz rote Anteile enthalten?

In der Luft befindet sich Stickstoff, der beim Auftreten eines Blitzes leuchtet. Es wird davon ausgegangen, dass der Sauerstoff für rote Anteile im Blitz sorgen kann.