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Was ist eine Agrarfläche? – Bedeutung, Definition

Was ist eine Agrarfläche

Bei Themen wie der Landwirtschaft fällt oft der Begriff der Agrarfläche. Vielen ist jedoch nicht bewusst, was sich hinter dem Begriff der Agrarfläche tatsächlich verbirgt.

Offizielle Definition der Agrarfläche

Unter einer Agrarfläche versteht man vereinfacht gesagt eine Landwirtschaftsfläche, die dazu dient, dass auf ihr der Ackerbau betrieben werden kann. Dazu zählt demnach der Anbau von Pflanzen oder beispielsweise Gemüse. Zu Agrarflächen siedeln sich jedoch auch Grünflächen wie Weiden für Tiere an, aber auch Gartenland für Blumen.
Allerdings werden zur Agrarfläche sogar Weinanbauflächen gezählt sowie Obstanbauflächen.

Wie viele Agrarflächen gibt es?

Betrachtet man die gesamte Erdoberfläche, so erkennt man, dass rund 20 Prozent dieser als Agrarfläche gezählt werden kann. Von diesen 20 Prozent teilen sich neun Prozent in reine Waldflächen auf und acht Prozent in Wiesen und Weiden.
Die letzten wenigen Prozent sind die tatsächlich nutzbaren Flächen, die für den Ackerbau verwendet werden. Demnach sind die landwirtschaftlich zu nutzenden Flächen grundsätzlich sehr rar. Sie unterliegen dabei auch den Dauerkulturen und dürfen nicht zerstört werden.

Auf der gesamten Welt stehen somit rund 1,6 Milliarden Hektar Agrarfläche zur Verfügung. In den nächsten Jahren wird sich diese Fläche auch nicht großartig vergrößern.
Es kann sogar zu einer Abnahme der Agrarflächen kommen, da diese mit der Zeit unbrauchbar werden können. Zusammenhängen tut dies mit der Versalzung des Bodens, die die Erde zum Anbau untauglich macht. Gleichzeitig steigt aber auch die Anzahl der Menschen, die auf der Erde leben. Viele sind auf die Ernährung durch den Ackerbau angewiesen, sodass eine Abnahme der Flächen zu einer Einschränkung der Ernährung führen kann.

Wofür werden Agrarflächen genutzt?

Agrarflächen haben neben dem Anbau von Grundnahrungslebensmitteln auch eine weitere wichtige Aufgabe. Sie stellen nämlich Trinkwasser zur Verfügung. Da Erdböden Regenwasser aufnehmen und dieses speichern. Dadurch kann der Erdboden Pflanzen auch in sehr trockenen Jahreszeiten Wasser zur Verfügung stellen, damit diese nicht verenden.

Die Agrarflächen fungieren darüber hinaus als eine Art natürlicher Filter, der das Grundwasser zu Trinkwasser veredelt. Durch natürliche Witterungsverhältnisse kommt es jedoch zu einer schleichenden Degradierung, die auf lange Sicht den Verlust der landwirtschaftlichen Flächen bedeutet.

Getreideanbau nimmt die größte Fläche in Anspruch

Von allen landwirtschaftlich genutzten Flächen nimmt der Anbau von Getreide den größten Prozentsatz ein. Von rund 35 Prozent nimmt dabei Weizen die Hälfte des Anbaus ein. Weizen ist dabei das am häufigsten benötigte Getreide. Weizen wird dabei neben dem Backen von Brot auch für sämtliche andere Lebensmittel verwendet. Darüber hinaus dient Weizen auch zur Verarbeitung als Futtermittel. Somit dient es ebenfalls zur Aufrechterhaltung der Landwirtschaft und Tierhaltung.

Einen ebenfalls sehr großen Teil der Agrarflächen ist die Bereitstellung von Futtermitteln. Hierunter fallen unter anderem Weiden, auf denen Nutztiere beherbergt werden können. Die Wiesen werden entweder gemäht und anschließend zu Futter verarbeitet oder die Tiere werden direkt auf ihnen untergebracht, damit sie selbst grasen können.

Die geringste Anbaufläche besteht dabei aus Obst und Gemüse. Das am häufigsten angebaute Lebensmittel ist dabei die Kartoffel. Hierbei werden so große Mengen von Kartoffeln angebaut, dass die Kartoffel auch problemlos ins Ausland exportiert werden kann, um dort als Nahrungsmittel verkauft zu werden.